
Jonglage - Zauberei - Comedy - Einrad - Feuer - Ballons - Liedermacher
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GedichteAll diese Gedichte habe ich im Alter von 14 bis 16 Jahren geschrieben. Seitdem ist in meinem Leben eine ganze Menge passiert. Aber irgendwie sind sie wohl dennoch ein Teil von mir. Wenn ich mich heute durchschmökere, kann ich ein Schmunzeln nicht verbergen. Manchmal wundere ich mich auch selbst über mich. Einige gefallen mir noch heute. Bei einigen schlechten Reimen merke ich jedoch auch, wie mir die Haare zu Berge stehen. Es sind keine Gedichte mit Anspruch auf hohen literarischen Wert. Aber: Warum sollten sie auch? Kunst hat in erster Linie etwas mit Leidenschaft zu tun. Mit Gefühl. Mit Sehnsucht. Sie hilft einem selbst, oder ist eine Art Spiegel. Sie muss nicht gut sein, um wertvoll zu sein. Lange harrten sie ungelesen in einem meiner großen Papierordner. Aber eigentlich sind sie dafür doch viel zu schade. Schon, wenn ich an die vielen melancholischen Stunden zurückdenke und die teils kuriosen Situationen, in denen sie entstanden sind. Ich dachte mir also, wenn ich ihnen einen Platz in meiner Homepage sichere, haben sie vielleicht ein bißchen Überlebenschance. So eine Art Ewigkeitscharakter. Womöglich gefallen sie ja jemandem. (Es geschehen ja noch manchmal Zeichen und Wunder ... ) Vielleicht erheitern sie auch. Ich hoffe nur, sie schrecken niemanden von mir ab. Ich kann besser jonglieren, als Dichten. Wie auch immer: Hier sind sie ... PS: Über Reaktionen, Beschwerden, Gefühlsausbrüche, etc. würde ich mich freuen ... |
Auf dieser Seite stehen folgende Gedichte:
HoffnungLeute im RegenmantelMit Loch Zerfetzte Hosen und doch Mehr Frieden und Glück Als alles auf der Welt Das unser Leben aufrecht hält Eine Frau, gebückt, mit Stock Schleppend an zwei leeren Taschen Kinder sehen es und schmunzeln Dann bricht sie zusammen Mit Lächeln im Gesicht
Die StraßeDie StraßeMäuse im Gulli Sonst nur Leere Ein Laster mit verrosteten Radkappen trümmert vorbei Wieder Stille Die Straße In der Ecke ein umgekippter Müllkübel Was da alles rumliegt Kein Sinn Alle kommen nur Und entfernen sich wieder Die Straße
Der GummiballKühl und weiß draußenSchneeflocken bedecken Meinen Gummiball Der Gestern aus dem Fenster flog Auf einmal ist alles so klein Die Bäume erscheinen hilflos und kahl Ich gehe hinaus Spüre Schnee in meinen Schuh'n Dann schlafe ich ein Am nächsten Tag liegt der Gummiball Naß in einer Pfütze
Die Fahrt ins LebenIch fahre der Sonne entgegenNichts will ich Was ich find Nur meine Gedanken zerlegen Und lasse sie dort Wo sie sind Ich fahre mit Glück als Ziel Fröhlich von vorn Wie ein Kind Alles ist nichts Nur was kommt Kann ich versteh'n Wer anders denkt Ist anders Und wird merken Da ist noch etwas Was uns hält Er fährt wie ich weiter Alles andere Nennt man nur Welt
Die RoseIn "wo" war'sEine Wiege im Zimmer Eine Rose daneben Allein, die Decke aus Wind In "wo" war's Eine Tasche ohne Bücher Über dem Stuhl Eine zerfetzte Hose Darin eine blutige Rose In "wo" war's Eine Braut ohne Schleier Keine Gäste Nur eine Rose im Strauß In "wo" war's Ein Brot Am Stock eine Rose Zwei leere Taschen daran In "wo" war's Kalt und verweht An den Bäumen Eiszapfen Eine verwelkte Rose Auf dem Grab
VergebungEr sieht hinüber zu dem LandDas Gestern beim Gewitter verschwand Versank und nicht wiederkam Und ihm im Leben die Hoffnung nahm Er sieht nach oben in die Sonne Sucht eine strahlend helle Wonne Doch alles verschwand Als der Mond den Tag verbannt Wohin soll er geh'n Um Hoffnung zu seh'n Wohin muss er blicken Die Tränen ersticken Die Antwort liegt dort Wo er Vergebung findet
SchicksalKalte Wege, Sturm, EisAlles in ein mattes Grau gehüllt Eiszapfen an den Baumwipfeln Neben mir ein kalter Vogel Alles Stille Nur ein grellroter Punkt In der kahlen, doch bedeckten Stimmung Zwei in alte Plastiktüten Gewickelte Füchse Die kratzend An der Tür des Försters steh'n
Flieg mit mirFlieg mit mir über die WolkenBis alles zu Ende geht Geh'mit mir durch die Sonne Ehe Schnee unser Grab verweht Schwimm mit mir bis zu der Insel Die in Gedanken lebt Spring mit mir über die Wiesen Bis Tod in den Wolken schwebt Die Menschheit bleibt stumm Und wer etwas sagen will Kann nicht mehr sprechen
TrostAn alle Kinder der WeltDeren Lächeln wie Feuer zerfällt An alle Menschen auf Erden Die täglich von Toten geboren werden An alle Väter dieser Zeit Die enden in aller Einsamkeit An jede Großmutter hier in der Stadt Die von alledem nichts mehr hat An alle Kranken sind diese Zeilen Wir werden hier harren Wir werden hier weilen
Lied der GeborgenheitJa, das Summen hast DuNoch im Ohr So nichtssagend So unbewegt Doch empfindest Du Wärme Beim Blick in die Vergangenheit Sieh doch an die Kahlen Wände der Zeit Mit Staub überdeckt Graffitti Warum bloß Das Lied der Geborgenheit umgibt Dich Wie der Schnee Die Rose im Garten Bei Oma Ilse Nein Warum musste sie sterben Trotzdem spürst Du Nähe und Sanftmut Und wenn Du Dich in die Blumen legst Und zu träumen beginnst Umgibt Dich am Morgen Die gleiche Stille Vom Lied der Geborgenheit Ein Riß Weg von allem anderen
Die Reise nach mehrNeblige GipfelSchwarze Kuppen Zitternde Zähne Sonst nichts Nur Dunkelheit Kein Licht Nur die Frage "Wohin?" Keiner weiß die Antwort Die Qual Hier wird es hell Dort nur grau getünschte Baumwipfel Keiner hilft, alles zu beenden.
MenschheitÜberallDoch nirgens Hier Doch nicht sichtbar Man sagt "Hallo" Doch alles ist schon Jahre her Vielleicht morgen wieder
Schwarzer PeterFriedhofsstilleUmhüllt die Massen Wenn fette Bosse Im Rathaus prassen Und himmliche Klänge Die Schatten vertreibt Wenn beim Abendbrot für jeden Nur ein Maulbeerkeim bleibt Macht sich Gedanken Vielleicht jeder Zieht die Menschheit Den Schwarzen Peter
ErImmer frohNiemals traurig Niemals nichts Immer viel Im Innern aber alles zusammen Was eher er gehabt Nichts bleibt Nur das, was da war Trotzdem Wird er alles durchsteh'n Warum auch nicht
Stille GewässerStille GewässerNaja Flut Nicht mehr Bäume Schön Ohne Blätter Schade Wieviel Weiß nicht Stille Gewässer Vielleicht doch
AlleinDie Tautropfen drücken die Schwere ausWarum sind sie da Sind Achterbahnfahren und Freiklettern Nur leere Tatsachen Oder Baumwipfel verdecken die Sonne Pfützen saugen meinen Schuh auf Klitzernder Morgen Der Abend kommt doch Alles vergeht Die Amsel singt eben doch nicht für mich Vielleicht die Lärche Ich leg mich wieder hin Und träume Vom nächsten Tag
Manchmal morgensManchmal morgens kommt die SonneUnd Sterne lachen nicht mehr Manachmal sieht man das, was es nicht gibt Und die blasse Stille verschwindet im Meer Und kein Reh läuft mehr weg Von den Blumen erschreckt Ich sah sie vielleicht Die Entscheidung muss fallen
SehnsuchtWas kann ich Euch sagenZeigen Euch fragen Nichts kann Euer Interesse erwecken Noch kann man Euch necken Ich würde Euch so viel erzählen Probleme Unwichtiges Wie ich lebe Nur sehen kann ich Euch Ihr kahlen Kalten Gitterstäbe |
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